BW
Traberg ist eine Ortslage im Mühlviertel Oberösterreichs wie auch Postleitzahl-Bereich der Gemeinden Oberneukirchen, Vorderweißenbach im Bezirk Urfahr-Umgebung und Helfenberg im Bezirk Rohrbach.
Geographie
Die Gegend Traberg befindet sich etwa 25 Kilometer nordwestlich von Linz, halbwegs zwischen Rohrbach und Freistadt, je etwa 20 Kilometer von diesen entfernt, in der Mitte zwischen Oberneukirchen im Süden, Bad Leonfelden im Osten, und Helfenberg im Westen. Sie umfasst eine Talung und Passlandschaft in den Südlichen Böhmerwaldausläufern in der Talung des Distelbachs (Schallenbergbach), einem rechten Zubringer der Großen Rodl, bis an den oberen Altenschläger Bach, der der Steinernen und dann der Großen Mühl zufließt. Die Gegend erstreckt sich etwa 7½ km nordwestwärts zwischen dem Zug Waxenberger Hofwald (833 m ü. A.) – Schallenwald (Schallenberg, 929 m ü. A./Anhöhe 880 m ü. A. bei Ahorn) südwestlich, und dem Zug Brunnwald (841 m ü. A.) – Höchlwald (Höchwald) (ca. 938 m ü. A.). Die Passhöhe der Gegend ist bei Obertraberg−Faberreut (ca. 864 m ü. A.).
Die Ortslage ist als solche ist heute nurmehr als Postleitzahlen-Name 4183 Traberg gebräuchlich. Der umfasst etwa 390 Adressen. Dazu gehören, taleinwärts, die Ortschaften:
- Unterwaldschlag (Gemeinde Oberneukirchen)
- Unterbrunnwald (Gemeinden Oberneukirchen, Vorderweißenbach)
- Oberwaldschlag (Gemeinde Oberneukirchen)
- Mitterbrunnwald (Gemeinde Vorderweißenbach)
- Kleintraberg (Gemeinden Oberneukirchen, Helfenberg)
- Großtraberg (postalisch auch Traberg, Gemeinde Oberneukirchen)
- Oberbrunnwald (Gemeinden Vorderweißenbach, Oberneukirchen, Helfenberg)
- Lichtmeßberg (Gemeinde Helfenberg)
- Obertraberg (Gemeinden Oberneukirchen, Helfenberg)
- Ahorn (Gemeinde Ahorn)
Die Ortschaften verteilen sich zwar auf zwei politische Bezirke, gehören aber sämtlich zum Gerichtsbezirk Rohrbach.
Durch die Talung verläuft die L1492 Schallenbergstraße Waxenberg – Helfenberg, in Großtraberg zweigt die L1490 Brunnwaldstraße nach Bad Leonfelden ab, von der weg im Brunnwald die L1491 Vorderweißenbacher Straße nach Vorderweißenbach führt.
Geschichte
Der Raum wurde schon im Hochmittelalter gerodet und urbar gemacht. Bis in die Neuzeit war er Transitregion nach Böhmen. Traberg unterstand Stift Wilhering.
Ignaz Gielge beschreibt den Ort Draberg oder Traberg 1814 folgendermaßen:
Unter dem Droberg/Drahberg/Traberg verstand man zu dieser Zeit also wohl den Höchlwald und die Passhöhe.
Benedikt Pillwein beschreibt 1827 unter dem Lemma Traberg dann schon speziell den heutigen Ort Großtraberg, und gibt: „Die Gesammtbevölkerung der Pfarre besteht aus 1076 fleißigen, und guten Menschen.“
1840 schreibt Johann von Frast über die Localie Traburg:
Weiters sagt Frast über die Pfarrkirche Traberg, 1784–87 erbaut, „die Kirche ist niedlich, und für das Pfarrvolk geräumig genug“, und gibt, dass „das Schulgebäude mit einem Lehrzimmer im Jahre 1790 hergestellt wurde“. Letzteres ist bemerkenswert, es heißt, dass einem festangestellten Lehrer Wohnstatt geboten werden konnte, und der Unterricht regelmäßig war (ein Ziel der Theresianisch-Josephinischen Reformen). Dass die Kirche, der Pfarrhof und die Schule vom Stift „neu und geschmackvoll“ aufgebaut worden, betonte auch schon Pillwein.
Bei der Schaffung der Ortsgemeinden nach 1848/49 kamen die Orte in mehrere Gemeinden zu liegen, einige wurden schlicht geteilt. Großtraberg, dessen alte Bezeichnung als Ort Traberg war, war der Hauptort der Gemeinde Waldschlag, die 1938 nach Oberneukirchen eingemeindet wurde.
Die Postleitzahl ist seit 1. Januar 1966 gültig, als in Großtraberg ein eigenes Postamt eingerichtet wurde.
Weblinks
- 41645 – Helfenberg. Gemeindedaten der Statistik Austria
- 41615 – Oberneukirchen. Gemeindedaten der Statistik Austria
- 41625 – Vorderweißenbach. Gemeindedaten der Statistik Austria
Einzelnachweise




