Die 34. Eishockey-Weltmeisterschaften der U20-Junioren der Internationalen Eishockey-Föderation IIHF waren die Eishockey-Weltmeisterschaften des Jahres 2010 in der Altersklasse der Unter-Zwanzigjährigen (U20). Insgesamt nahmen zwischen dem 12. Dezember 2009 und 10. Januar 2010 41 Nationalmannschaften an den sechs Turnieren der Top-Division sowie der Divisionen I bis III teil.

Der Weltmeister wurde zum zweiten Mal die Mannschaft der Vereinigten Staaten, die im Finale den Nachbarn aus Kanada in dessen Heimat mit 6:5 nach Verlängerung bezwingen konnte. Die deutsche Mannschaft konnte sich mit dem Sieg in der Gruppe A der Division I den direkten Wiederaufstieg in die Top-Division sichern, die Schweiz belegte den vierten Platz in der Top-Division und verbuchte damit eines ihrer besten Resultate. Österreich wurde Zehnter und Letzter in der Top-Division und stieg nach nur einem Jahr Zugehörigkeit wieder in die Division I ab.

Teilnehmer, Austragungsorte und -zeiträume

  • Top-Division: 26. Dezember 2009 bis 5. Januar 2010 in Saskatoon und Regina, Saskatchewan, Kanada
    Teilnehmer: Finnland Finnland, Kanada Kanada (Titelverteidiger), Lettland Lettland, Osterreich Österreich (Aufsteiger), Russland Russland, Schweden Schweden, Schweiz Schweiz (Aufsteiger), Slowakei Slowakei, Tschechien Tschechien, Vereinigte Staaten USA
  • Division I
    • Gruppe A: 14. bis 20. Dezember 2009 in Megève und Saint-Gervais-les-Bains, Frankreich
      Teilnehmer: Danemark Dänemark, Deutschland Deutschland (Absteiger), Frankreich Frankreich, Japan Japan (Aufsteiger), Slowenien Slowenien, Ukraine Ukraine
    • Gruppe B: 14. bis 20. Dezember 2009 in Danzig, Polen
      Teilnehmer: Belarus 1995 Belarus, Italien Italien, Kasachstan Kasachstan (Absteiger), Kroatien Kroatien (Aufsteiger), Norwegen Norwegen, Polen Polen
  • Division II
    • Gruppe A: 13. bis 19. Dezember 2009 in Debrecen, Ungarn
      Teilnehmer: China Volksrepublik Volksrepublik China, Vereinigtes Konigreich Großbritannien, Mexiko Mexiko, Spanien Spanien, Korea Sud Südkorea, Ungarn Ungarn (Absteiger)
    • Gruppe B: 12. bis 18. Dezember 2009 in Narva, Estland
      Teilnehmer: Belgien Belgien, Estland Estland (Absteiger), Litauen Litauen, Niederlande Niederlande, Rumänien Rumänien, Serbien Serbien
  • Division III: 4. bis 10. Januar 2010 in Istanbul, Türkei
    Teilnehmer: Australien Australien (erste Teilnahme seit 2008), Bulgarien Bulgarien (erste Teilnahme seit 2008), Island Island (erste Teilnahme seit 2008), Neuseeland Neuseeland (erste Teilnahme seit 2008), Korea Nord Nordkorea (erste Teilnahme seit 1993), Chinesisch Taipeh Republik China (Taiwan) (Neuling), Turkei Türkei (erste Teilnahme seit 2008)

Top-Division

Die U20-Weltmeisterschaft wurde vom 26. Dezember 2009 bis zum 5. Januar 2010 in den kanadischen Städten Saskatoon im Credit Union Centre (CUC) (14.705 Plätze) und in Regina im Brandt Centre (7.000 Plätze) ausgetragen. Das CUC wurde in Vorbereitung des Turniers umgebaut und erweitert, so dass die Kapazität von 11.310 auf 14.311 Plätze erhöht wurde. Zusätzlich wurden für das Turnier 1.000 temporäre Sitzplätze errichtet.

Am Turnier nahmen zehn Nationalmannschaften teil, die in zwei Gruppen zu je fünf Teams spielten. Die Vereinigten Staaten sorgten mit einem 6:5-Sieg in der Verlängerung über die zuletzt fünfmal erfolgreichen Kanadier für eine große Überraschung. Es war erst der zweite Weltmeistertitel der USA überhaupt. Der einzige Turniersieg zuvor datierte aus dem Jahr 2004.

Modus

Nach den Gruppenspielen der Vorrunde qualifizieren sich die beiden Gruppenersten direkt für das Halbfinale. Die Gruppenzweiten und -dritten bestreiten je ein Qualifikationsspiel zur Halbfinalteilnahme. Die Vierten und Fünften der Gruppenspiele bestreiten – bei Mitnahme des Ergebnisses der direkten Begegnung aus der Vorrunde – die Abstiegsrunde und ermitteln dabei zwei Absteiger in die Division I.

Austragungsorte

Vorrunde

Gruppe A

Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen
Erläuterungen: Halbfinalqualifikant, Viertelfinalqualifikant, Abstiegsrundenqualifikant

Gruppe B

Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen
Erläuterungen: Halbfinalqualifikant, Viertelfinalqualifikant, Abstiegsrundenqualifikant

Abstiegsrunde

Anmerkung: Die Vorrundenspiele Slowakei Slowakei – Lettland Lettland (8:3) und Osterreich Österreich – Tschechien Tschechien (1:7) sind in die Tabelle eingerechnet.
Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen
Erläuterungen: Absteiger in die Division I

Finalrunde

Viertelfinale

Spiel um Platz 5

Halbfinale

Spiel um Platz 3

Finale

Statistik

Beste Scorer

Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, /− = Plus/Minus, PIM = Strafminuten; Fett: Turnierbestwert

Beste Torhüter

Abkürzungen: GP = Spiele, TOI = Eiszeit (in Minuten), GA = Gegentore, SO = Shutouts, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GAA = Gegentorschnitt; Fett: Turnierbestwert

Abschlussplatzierungen

Titel, Auf- und Abstieg

Auszeichnungen

Spielertrophäen
All-Star-Team

Division I

Gruppe A in Megève und Saint-Gervais-les-Bains, Frankreich

Die Weltmeisterschaft der Gruppe A in der Division I wurde vom 14. bis zum 20. Dezember 2009 in Megève und Saint-Gervais-les-Bains in Frankreich ausgetragen. Die Spiele fanden im Palais des Sports de Megève mit 2.900 Plätzen und in der Patinoire Municipale de Saint-Gervais mit 1.800 Plätzen statt.

Der deutschen U20-Nationalmannschaft gelang ungeschlagen den Wiederaufstieg in die Top-Division, nachdem man im entscheidenden letzten Gruppenspiel gegen Dänemark gewinnen konnte. Als Absteiger in die Division II gingen die gastgebenden Franzosen aus dem Turnier hervor. Als bester Torhüter wurde der Däne Nikolaj Nørbak ausgezeichnet. Weitere Auszeichnungen erhielten der dänische Verteidiger Markus Lauridsen und der deutsche Stürmer Jerome Flaake. Die Scorerliste führte der Däne Alexander Jensen mit neun Punkten an.

Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen
Erläuterungen: Aufsteiger in die Top-Division, Absteiger in die Division II

Division-I-Siegermannschaft: Deutschland

Gruppe B in Danzig, Polen

Die Weltmeisterschaft der Gruppe B in der Division I fand vom 14. bis zum 20. Dezember 2009 in Danzig in Polen statt. Alle Spiele wurden in der Hala Olivia mit 3.867 Plätzen ausgetragen.

Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen
Erläuterungen: Aufsteiger in die Top-Division, Absteiger in die Division II

Division-I-Siegermannschaft: Norwegen

Auf- und Abstieg

Division II

Gruppe A in Debrecen, Ungarn

Das Turnier der Gruppe A in der Division II fand vom 13. bis zum 19. Dezember 2009 in Debrecen in Ungarn statt. Die Spiele wurden in der Arena Főnix Csarnok ausgetragen, die Platz für 8.500 Zuschauer bietet.

Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen
Erläuterungen: Aufsteiger in die Division I, Absteiger in die Division III

Gruppe B in Narva, Estland

Vom 12. bis zum 18. Dezember 2009 fand die Weltmeisterschaft der Gruppe B in der Division II in Narva in Estland statt. Austragungsort der Spiele war die Narva Jäähall mit 1.500 Plätzen.

Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen
Erläuterungen: Aufsteiger in die Division I, Absteiger in die Division III

Auf- und Abstieg

Division III

Das Turnier der Division III wurde vom 4. bis zum 10. Januar 2010 in der türkischen Metropole Istanbul ausgetragen.

Vorrunde

Gruppe A

Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen
Erläuterungen: Finalrundenqualifikant, Platzierungsrundenqualifikant

Gruppe B

Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen
Erläuterungen: Finalrundenqualifikant, Platzierungsrundenqualifikant

Platzierungsrunde 5 bis 7


Qualifikation zum Spiel um Platz 5
Spiel um Platz 5

Finalrunde

Der Teilnehmer des Endspiels stiegen in die Division II auf.

Halbfinale
Spiel um Platz 3
Finale

Abschlussplatzierungen

Auf- und Abstieg

Siehe auch

  • Eishockey-WM 2010 (Übersicht)
  • Eishockey-WM 2010 der Herren
  • Eishockey-WM 2010 der U18-Junioren
  • Eishockey-WM 2010 der U18-Frauen

Weblinks

  • Internetpräsenz der IIHF (Internationale Eishockey-Föderation) (englisch)
  • Offizielle Seite zum U20-Turnier, Division I, Gruppe A in Frankreich (französisch, englisch)

Die U20WM 2025 der EishockeyJunioren in Kanada

Was ist nur aus ihnen geworden? DEBKader der U20WM 2015 unter der

U20WM EishockeyJunioren verlieren Relegationsspiel krone.at

Die WM 2010 WMGeschichte Weltmeisterschaften Turniere

EishockeyWeltmeisterschaft der U20Junioren 2017 Wikipedia