Die Liste von Sakralbauten in Radebeul gibt eine Übersicht über heutige und ehemalige Kirchen, Kapellen und Kapellenräume in der sächsischen Stadt Radebeul. Ein Teil dieser Gebäude steht unter Denkmalschutz.

Die vermutlich bereits im 12. Jahrhundert entstandene und 1273 ersterwähnte Kirche zu Kötzschenbroda (heute Friedenskirche) war bereits seit alten Zeiten Pfarrkirche der Umgegend, so für Zitzschewig, Naundorf, Fürstenhain und Lindenau sowie die Nachbardörfer Coswig und Kötitz, und gehörte zum Archidiakonat Nisan. Im Jahr 1839 kam Niederlößnitz hinzu.

Sie besaß in Kaditz bereits 1273 einen Kirchableger, die Laurentiuskapelle. Ab Anfang des 14. Jahrhunderts bis 1540 war Kaditz dann Filialkirche der heutigen Friedenskirche in Kötzschenbroda. Danach wurde die damalige Laurentiuskirche und heutige Emmauskirche selbst Pfarrkirche, zu der lange Zeit die Lößnitz-Gemeinden Radebeul und Serkowitz gehörten. 1839 kam das neugegründete Oberlößnitz zum Kirchspiel Kaditz hinzu.

Im Jahr 1854 wurde in der neuerrichteten Oberlößnitzer Schule ein Betsaal eingerichtet, in dem in der Folgezeit immer häufiger Gottesdienste abgehalten wurden. So entstand in den östlichen Lößnitzgemeinden der Wunsch nach einer eigenen Parochie, die am 1. Juli 1890 gebildet wurde. Diese weihte am 30. November 1892 ihren Kirchenneubau als Kirche zu Radebeul (heute Lutherkirche) ein. Es sollte dann noch bis zur Eingemeindung von Wahnsdorf nach Radebeul im Jahr 1934 dauern, dass diese letzte Lößnitzgemeinde zu einer Radebeuler Gemeinde wurde, nachdem Wahnsdorf seit mindestens 1539 zu Reichenberg gepfarrt war.

Legende

Die in der Tabelle verwendeten Spalten listen die im Folgenden erläuterten Informationen auf:

  • Name, Bezeichnung: Bezeichnung des einzelnen Objekts.
  • Adresse: Heutige Straßenadresse.
  • Koordinaten: Die Sortierung der angegebenen Koordinaten erfolgt innerhalb der Tabelle aufgrund der Erstreckung der Stadt entlang der Meißner Straße in west-östlicher Richtung.
  • Stadtteil: Heutiger Radebeuler Stadtteil, so wie in der hiesigen Karte dargestellt.
    • FUE: Fürstenhain
    • KOE: Kötzschenbroda
    • KOO: Kötzschenbroda-Oberort
    • LIN: Lindenau
    • NAU: Naundorf
    • NDL: Niederlößnitz
    • OBL: Oberlößnitz
    • RAD: Alt-Radebeul
    • SER: Serkowitz
    • WAH: Wahnsdorf
    • ZIT: Zitzschewig
  • Datum: Besondere Baujahre, so weit bekannt oder ableitbar, teilweise auch Datum der Ersterwähnung der Liegenschaft.
  • Baumeister, Architekten: Baumeister, Architekten und weitere Kunstschaffende.
  • Art des Kulturdenkmals, Bemerkung: Nähere Erläuterung über den Denkmalstatus, Umfang der Liegenschaft und ihre Besonderheiten.
    Kürzelverzeichnis:
    • ED: Das Objekt ist ein Einzeldenkmal. Zusätzlich ist es:
    • SG: Das Objekt ist (Teil) eine(r) denkmalpflegerische(n) Sachgesamtheit.
    • WLG: Das Objekt ist ein Werk der Landschafts- und Gartengestaltung.
    • DNA: Das Objekt ist oder hat eine denkmalpflegerische Nebenanlage.
  • Bild: Foto des Hauptobjekts.

Heutige Kirchen, Kapellen und Kapellenräume

Ehemalige Kirchen, Kapellen und Kapellenräume

Weitere Friedhofskapellen

Siehe auch

  • Liste der Friedhöfe in Radebeul
  • Liste von Sakralbauten im Landkreis Meißen

Literatur

  • Frank Andert (Red.): Stadtlexikon Radebeul. Historisches Handbuch für die Lößnitz. Hrsg.: Stadtarchiv Radebeul. 2., leicht geänderte Auflage. Stadtarchiv, Radebeul 2006, ISBN 3-938460-05-9. 
  • Barbara Bechter, Wiebke Fastenrath u. a. (Bearb.): Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen I, Regierungsbezirk Dresden. Deutscher Kunstverlag, München 1996, ISBN 3-422-03043-3, S. 730–739. 
  • Volker Helas (Bearb.): Stadt Radebeul. Hrsg.: Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Große Kreisstadt Radebeul (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmale in Sachsen). Sax-Verlag, Beucha 2007, ISBN 978-3-86729-004-3. 

Weblinks

  • Interaktive Denkmalkarte des Landes Sachsen. Sächsisches Landesamt für Denkmalpflege.

Einzelnachweise


Sakralbauten Gerd Harder Fotografie

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